SV Gumpersdorf Abteilung Fußball
  TSV Anzenkirchen - SVG 20.10.2013
 
TSV Anzenkirchen - SV Gumpersdorf 1:3
 
Am letzten Hinrundenspieltag hatte unsere Mannschaft in Anzenkirchen anzutreten. Die momentan einzig variable Position im rechten Mittelfeld ging dieses Mal an Michael Kronwitter, der seinen Widersacher Daniel Huber in die Schranken wies. Mittlerweile entwickelt sich ein munteres Wechselspiel der beiden verfeindeten Kontrahenten, die ein ähnliches Verhältnis wie seinerzeit Jens Lehmann und Oliver Kahn pflegen. Vom Spielstart weg wollte der SVG die Patzer der Konkurrenz nutzen und den Abstand zu den Aufstiegsplätzen weiter vermindern. Leider verzettelte man sich oftmals in unvorteilhafte Situationen und ließ in vielen Situationen die nötige Ruhe vermissen. Die besten Chancen resultierten daher aus Fernschüssen, die jedoch allesamt am Tor vorbeigingen. Den Bann konnte Wiggerl Matzeder in der 40. Minute brechen. Nach einem wunderbar getretenen Eckball von Alois Gschwendtner netzte der SVG-Spielführer per Kopf zum 1:0 ein. Nur wenige Minuten später wurde Michael Wimmer sein Treffer zum 2:0 fälschlicherweise zurückgepfiffen. Der Schiedsrichter hatte die Meinung einer vorliegenden Abseitsstellung exklusive, selbst die Anzenkirchner waren mehr als verwundert ob des überraschenden Pfiffs. Sekunden vor der Pause musste Goalie Jürgen Sapi nach über fünf Stunden Spielzeit ohne Gegentreffer wieder einmal hinter sich greifen und den Ball aus dem Netz holen. Im Anschluss an einen Einwurf wurden sich die Gumpersdorfer Jungs wie im uralten Fußballzitat „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher…“ nicht einig und ein TSV-Spieler überwand den machtlosen Jogi-Bär mit einem scharfen Schuss zum 1:1-Pausenstand. Zum Glück ließen sich die SVG-ler keine Sekunde hängen und kamen mit Wut im Bauch aus der Kabine. Von da an hatte der TSV Anzenkirchen nichts mehr zu melden und wurde hinten eingeschnürt. Einzig die Chancenverwertung muss man in dieser Phase anprangern. Nach mehreren hundertprozentigen Tormöglichkeiten hatte Michael Wimmer die 1000%ige Chance auf dem Fuß. Der ansonsten starke BMW-Sechszylinderfahrer ging nach einem schönen Angriff frei auf den Torhüter zu und als sich unsere Spieler nur noch Gedanken machen, wie brutal der bekennende Shisha-Konsument den Ball in die Maschen jagen wird spielte Wimmsn auf seinen Sturmpartner Daniel Haslauer ab, der leider im Abseits stand. Das wie zugenagelt wirkende Gehäuse der Heimelf wurde nach weiteren vergebenen Chancen in der 65. Minute endlich geknackt. Der glänzend aufgelegte Michael Kronwitter rannte wie so oft unermüdlich seine rechte Außenbahn auf und ab und fand in Franz Kaltenhauser einen Abnehmer. Der in der Defensive nicht mehr geforderte SVG-Vizekapitän nahm den Ball kurz an und schob mit einem überlegten Linksschuss zum befreienden Führungstreffer ein. Die wohl größte Schrecksekunde für alle anwesenden Personen trug sich eine viertel Stunde vor Schluss zu. Daniel Haslauer wurde im Sechzehner rüde vom gegnerischen Torhüter umgehauen, dabei am Solarplexus getroffen und fiel zu allem Überfluss auch noch auf den Hinterkopf. Als unser Team noch vehement auf Elfmeter reklamierte schaltete ein Anzenkirchner Abwehrspieler am Schnellsten und erkannte, dass der gefoulte Haslauer keine Luft mehr bekam. Nachdem einige Ersthelfer engagiert zu Werke gingen konnte Daniel Haslauer nach fünf Minuten wieder erhobenen Hauptes (gestützt von zwei Helfern) den Platz verlassen. Nach diesem Schock wollte der SVG die Partie endgültig entscheiden, brachte die Katze aber erst zwei Minuten vor Schluss in den Sack. Nach einem Freistoß des guten Linksaußen Alois Gschwendtner stieg der eingewechselte David Schult am Höchsten und markiert per Kopfstoß das erlösende 3:1. Anschließend veranstalteten die zum !fünften! Mal in Folge siegreichen Gumpersdorfer Jungs eine Sportheimparty, die sich gewaschen hatte. Der Fairnesshumpenbeauftragte Jogi Sapovic hatte alle Hände voll zu tun um den Überblick nicht zu verlieren, zeigte aber seine ganze Routine bei sämtlichen Luft-, Tisch- oder sonstigen Humpen. Einziger Wehrmutstropfen an diesem gelungenen Spieltag war der angenockte Daniel Haslauer, der die Nacht im Krankenhaus verbrachte. Gute Besserung an dieser Stelle!




 
   
 
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