SV Gumpersdorf Abteilung Fußball
  SVG - TSG Postmünster 26.10.2014
 
SV Gumpersdorf - TSG Postmünster 2:3
 
„Gallier aus Gumpersdorf, Uneinnehmbare Festung, Super-Spitzenreiter, die Unbesiegbaren, perfekte Hinrunde“ – die internationale Presse war dem SVG wohlgesinnt in letzter Zeit. Bei historischen 12 Siegen in Serie blieb den Paparazzis auch nichts anderes übrig. Zum ersten Spieltag der Rückrunde hatten die glorreichen Türkenbachkicker die TSG aus Postmünster zu Gast, bei der man sich am ersten Spieltag zu einem 1:0-Sieg mühte. Unsere Gladiatoren hatten sich vorgenommen wie immer möglich lange das Zu-Null zu halten. Bis zur 71. Spielsekunde zogen unsere Ballvirtuosen das auch ohne Blöße durch. Nach einem Stellungsfehler in der bisher so überzeugenden Viererkette ging der Gast mit dem ersten Torschuss in Führung. Danach zog unsere Elf die Zügel an und glich schon fünf Minuten später aus. Daniel haslauerte wie immer im Sechzehner und bediente Tommy Kelly, der aus kurzer Distanz keine Mühe zum 1:1-Treffer hatte. Nun schien der SVG in der Spur und erspielte sich auch Feldvorteile. Zum Leidwesen der Gumpibärchenbande wollte oftmals der letzte Pass nicht gelingen und Postmünster blieb bei Kontern überragend. In Minute 25 und 30 nutzte der Gast die Geschenke unserer barmherzigen Samariter gnadenlos zum 2:1 und 3:1 aus. Die treuen SVG-Hooligans skandierten im Anschluss „Scheißegal-scheißegal-scheißegal“ und erinnerten sich an so manche skurrile Aufholjagd in dieser Saison. Schon fünf Minuten später gaben die B20-Kicker ein Lebenszeichen, als erneut Thomas den Hammer auspackte und zum 2:3-Anschlusstreffer einnagelte. Den Grundstock zum Doppel-Hammer gab der im Abstiegskampf feststeckende BVBler Yannik Großkreutz. Zur Pause holten die Gumpersdorfer Fans vorsorglich ihre Defibrillatoren raus und bereiteten sich auf das übliche SVG-Spektakel vor. Der SVG kam bis in die Schamhaarspitzen topmotiviert aus der Kabine und brachte mit Andi Gaiermofa für Tobi Hölzernwimmer einen neuen Mann sowie eine neue alte Marschroute: Libero… Die Gumpersdorfer Weltauswahl kam dadurch auch ins Spiel und hatte Möglichkeiten. Leider trug die scharfe Glücksgöttin Fortuna an diesem Tag keine SVG-Unterwäsche, sodass beste Chancen liegen gelassen wurden. Postmünster war nach schnellen Tempogegenstößen stets gefährlich und der SVG holblockte oftmals in allerletzter Sekunde die Vorentscheidung. In der Schlussphase kam Reserve-Torjäger Mane Sapi (8 Spiele – 15 Tore, Respekt!) in die Partie. Der selbstständige Spirituosen-Händler hatte sich durch übermenschliche Leistungen beim Weinfest den Einsatz mehr als nur verdient und brachte neuen Schwung in die Partie. Leider zielte der einschenk- und treffsichere Sarpei-Bruder bei einem seiner berühmt-berüchtigten Kopfstöße kurz vor Schluss zu genau und verpasste den 3:3-Ausgleichstreffer. So blieb es beim 3:2 für die aufopferungsvoll kämpfenden Stausee-Brasilianer, bei denen man sich aufgrund der beiden starken Spiele gegen uns nur fragen kann warum die sympathische Truppe bisher so wenige Punkte einsammeln konnte. Was ist der Grund für die Niederlage? Liegt es daran, dass dem Fußballgott nicht mehr gefiel wie selbstverständlich die eigentlichen Feierweltmeister vom SVG den bisher so ungewohnten Erfolg hinnahmen? Hat der Weideneder-Bräu-Erfolgs-Hut von Miche G-Punkt nach 12 Siegen in Serie sein Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten? Fragen über Fragen, die sich die Führungsriege um Andreas Lecker-Schmecker-Mecker-Kuchen-Becker und Wiggerl Monatzeder (steht nach dem Aus bei 1860 vor dem nächsten Scherbenhaufen) vom aufgebrachten SVG-Mop stellen lassen musste. Bis 04:00 Uhr morgens versuchten die SVG-Offiziellen den aufgebrachten Gumpi-Fanblock zu beruhigen, der sich in Tausendscharen bei einer Sitzblockade vor dem Rasenmäher-Bulldog versammelt hatte. SVG-Vorstandsvorsitzender Josef Ammer sprach um 19:00 in bester Michael-A-Roth-Manier dem Trainerteam um Miche Gschwendtner, Miche Huber und Heine Empl die volle Unterstützung aus und brüllte in die Mikrofone der Republik „ES GIBT KEINE TRAINERDISKUSSION“. Um 21:00 wurde schlussendlich die Beurlaubung der drei selbsternannten Fußball-Fachmänner bekannt gegeben. Der Karren steckt im Dreck, die SVG-Titanic steht kurz vor dem Untergang. Wer kann jetzt noch die Kohlen aus dem Feuer holen? Unternehmer Michael Fink (Finkenhauser GmbH & Co. KG, Unentgeltlicher Vereinsheim-Fliesen-Leger-Millionär) hat seine vollste finanzielle Unterstützung zugesagt. Es wird sich wohl auf ein Kompetenzzentrum aus Hans Meyer, Peter Neuruer samt komplett neuer Mannschaft hinauslaufen um zumindest noch den Klassenerhalt schaffen zu können. Nach dem Spiel nahmen sich die guten Seelen des Vereins um Petra, Tanja und Renate der völlig verstörten SVG-Bubis an und wischten so manche bittere Träne bei Seite. Weiberheld Miche G. zauberte bei seiner kurzen Analyse mit seinem obersten Schmatzer-Freund Franz K. wieder Lächeln auf die Lippen der am Boden zerstörten Gumpis. Miche: „Scheiße…verloren, iatz nimma 1. oda?“ Franz: „Ja voi scheiße, oba immer nu Erster“ Miche: „Juhuuuu Spitzenreiter Spitzenreiter hey hey hey, auf gehts Spitzenreiter-Party!“. Schon war der Tag gerettet und die besten Feiern waren sowieso immer schon Niederlagen-Feiern, bei denen selbstverständlich der grüne Smoothie zu Kaffee und Kuchen nicht fehlen durfte. 

In Erfolgszeiten an der Bericht-Schreibmaschine zu glänzen ist einfach, erst in schweren Stunden zahlt sich Qualität aus. Wie immer bitte nicht ganz ernst zu nehmen, aber seriös kann ich leider nicht… euer Skandal-Lyriker! 




 
   
 
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